{"id":11386871,"date":"2011-10-15T00:00:00","date_gmt":"2011-10-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/alertdiver.eu\/unkategorisiert\/die-bedrohung-malaria\/"},"modified":"2011-10-15T00:00:00","modified_gmt":"2011-10-14T22:00:00","slug":"die-bedrohung-malaria","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alertdiver.eu\/de_DE\/artikel\/die-bedrohung-malaria\/","title":{"rendered":"Die Bedrohung Malaria"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Man tr\u00e4umt oft vom ultimativen Tauchurlaub, einer Reise um die halbe Welt zu einem hochgelobten Tauchresort, wo ein Tauchgang besser ist als der andere. Jeden Monat legt man etwas Geld beiseite, und man will auf keinen Fall, dass etwas schief geht. Das Problem ist aber, dass man die hervorragenden Tauchpl\u00e4tze normalerweise nicht am idealen Ort findet. Meereslebewesen im \u00dcberfluss, exotische Koralleng\u00e4rten und tropisches Klima gibt es meist nur an weit entfernten Orten. Viele derartige Tauchpl\u00e4tze befinden sich auf einem Streifen zwischen 45 Grad n\u00f6rdlicher und 40 Grad s\u00fcdlicher Breite, in der sogenannten &bdquo;Malariazone&ldquo;. Diese Regionen sind meist weit abgelegen von modernen Annehmlichkeiten.<strong><\/p>\n<p> Die Malaria-Ansteckungsgefahr<\/strong><br \/> Die Taucher Zwei unserer DAN-Mitglieder machten Tauchurlaub in Indonesien, das in der Malariazone liegt. Sie machten sich auf der Website des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) kundig, das das Malariarisiko in bestimmten Gebieten angibt. Als sie vor Ort anriefen, sagte man ihnen, dass in Indonesien schon seit langem &bdquo;keine Malariaf\u00e4lle gemeldet wurden&ldquo;. Au\u00dferdem berichteten die Einwohner, dass sie selbst keine Medikamente gegen Malaria einnehmen, und sich die Krankheit trotzdem noch nie zugezogen h\u00e4tten, sie betrachteten die Gegend also als relativ sicher, ein Ort mit &bdquo;minimalem Risiko&ldquo;. Aus diesen Gespr\u00e4chen kamen die Taucher zu zwei Schlussfolgerungen:<br \/>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. In der Gegend bestand minimales Malariarisiko und 2. Leute, die Medikamente gegen Malaria eingenommen hatten, litten in manchen F\u00e4llen unter seltenen Nebenwirkungen wie Benommenheit und Halluzinationen. Da sie wussten, dass sich diese Nebenwirkungen schlecht mit dem Tauchen vertragen w\u00fcrden, entschieden sie sich, keine Medikamente gegen Malaria einzunehmen. Vor ihrer Abreise hatten sie aber alle anderen empfohlenen Impfungen f\u00fcr eine Reise nach Indonesien erhalten. In Indonesien \u00fcbernachtete das Paar in einer H\u00fctte mit Klimaanlage und Glasfenstern (nicht nur Fliegengittern) und verwendete Insektenschutzmittel mit DEET (N,N-Diethyl-m-toluamid). <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beide Ma\u00dfnahmen sind allgemein sehr hilfreich, um sich vor Moskito- und anderen Stichen zu sch\u00fctzen. Fr\u00fch am Morgen machte der Mann gew\u00f6hnlich einen Spaziergang und abends kehrte das Paar nach dem Abendessen in Shorts und kurzen T-Shirts bekleidet zu ihrer H\u00fctte zur\u00fcck. Die Taucher verbrachten eine wundersch\u00f6ne Woche, jeder Tauchtag war noch berauschender als der vorherige. Sie machten 25 Tauchg\u00e4nge in 10 Tagen und gaben an, dabei nie \u00fcbertrieben zu haben. Beide sagen, sie h\u00e4tten regelm\u00e4\u00dfig Insektenschutzmittel verwendet und keine Moskitostiche bemerkt. Am Ende der Woche packten sie und fuhren wieder nach Hause &ndash; nachdem sie einen Traumurlaub verbracht hatten.<\/p>\n<p> <strong>Das Problem und die Behandlung<\/strong><br \/> Das Paar berichtete \u00fcber keine Probleme beim Heimflug, aber in der ersten Woche nach ihrer R\u00fcckkehr bemerkte der Mann grippe\u00e4hnliche Symptome, haupts\u00e4chlich allgemeine k\u00f6rperliche Schmerzen. Bei der Arbeit f\u00fchlte er sich ersch\u00f6pft, also nahm er einige Tage frei, um sich zu erholen. Sein Blutdruck fing an periodenweise abzufallen, seine Temperatur stieg schlagartig an und er begann verschwommen zu sehen. An diesem Punkt machte er sich langsam Sorgen, dass es mehr sein k\u00f6nnte als nur eine Grippe und die Vermutung, es k\u00f6nnte Malaria sein, wuchs heran. Daraufhin suchte er das \u00f6rtliche Krankenhaus auf.<br \/>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Untersuchung wurde er schnell auf die Intensivstation eines \u00f6rtlichen Krankenhauses gebracht. Nach unz\u00e4hligen Blutuntersuchungen, Transfusionen und intraven\u00f6sen und diagnostischen Ma\u00dfnahmen erlangte er langsam wieder volles Bewusstsein. Das war 22 Tage sp\u00e4ter und er konnte sich an die vorangegangenen drei Wochen oder die Tatsache, dass er fast gestorben war, nicht erinnern. Er blieb 32 Tage lang im Krankenhaus und verbrachte anschlie\u00dfend zweieinhalb Wochen in einer Reha-Klinik. Dort kam er wieder zu Kr\u00e4ften, war wieder in der Lage selbst zu gehen und zu essen. Es dauerte weitere vier Monate, bis er sich vollst\u00e4ndig erholt hatte und mit &bdquo;normaler&ldquo; Energie wieder zu arbeiten begann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Diskussion<\/strong><br \/> Diese beiden DAN-Mitglieder haben fast alles richtig gemacht, aber sie m\u00f6chten, dass alle Taucher aus ihren Fehlern lernen. Zum einen ist es allgemein besser, die Antimalariamittel zu nehmen, und m\u00f6gliche Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen, als die Krankheit selbst durchzumachen. Wenn sie es noch einmal machen w\u00fcrden, sagten sie, w\u00fcrden sie die Medikamente nehmen, auch wenn f\u00fcr diese Gegend keine besondere Warnung vorlag und sie der Meinung waren, das Risiko sei minimal. Bei Reisen in Gegenden mit einem bekannten Malariarisiko gelten die folgenden Empfehlungen:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Medikamente einnehmen<\/strong>. Nimm die f\u00fcr die jeweilige Gegend empfohlenen Medikamente ein. Erkundige Dich auf der CDC-Website (www.cdc.gov\/ travel) und bei der Weltgesundheitsorganisation (www.who.int\/ith) \u00fcber die aktuellen Angaben zu Impfungen und \u00fcber landesspezifische Gesundheitsinformationen.&nbsp; Nimm diese Informationen mit zu Deinem Arzt, der Dir die n\u00f6tigen Medikamente verschreiben wird.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein DEET<\/strong>-Insektenschutzmittel verwenden. Verwende ein gutes, DEET-enthaltendes1 Moskitoschutzmittel auf der Haut und auf den \u00e4u\u00dferen Kleidungsschichten sowie auf Deinem Moskitonetz.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Immer gut abdecke<\/strong><strong>n<\/strong>. Wenn Du Dich zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang drau\u00dfen befindest, decke Deine Haut mit lang\u00e4rmligen Hemden und langen Hosen ab. Vermeide wenn m\u00f6glich komplett, Dich in dieser Zeit drau\u00dfen aufzuhalten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein Netz besorgen<\/strong>. Wenn es die Situation erfordert, verwende in Deiner Unterkunft ein Moskitonetz. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Du offene Fenster hast oder andere \u00d6ffnungen, durch die Moskitos in Deine Unterkunft gelangen k\u00f6nnten.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Malaria ist weltweit die Ursache f\u00fcr mehr Todesf\u00e4lle als jede andere Infektionskrankheit: Es ist die gef\u00e4hrlichste Infektionskrankheit f\u00fcr Taucher, die in die Tropen reisen. Um alle Zweifel oder \u00c4ngste, die Du vielleicht hast, zu zerstreuen, ist es am besten, die Antimalariamittel einzunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die beste Prophylaxe<\/strong><br \/> F\u00fcr die Wahl der besten Prophylaxe ist vielleicht ein Besuch bei Deinem Hausarzt oder in der Klinik n\u00f6tig, bevor Du bei Deinen Reisevorbereitungen eine endg\u00fcltige Entscheidung triffst. Im Normalfall wird Dein Arzt seine Entscheidung aufgrund von vier Kriterien treffen:<\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: justify;\">&nbsp;Das Malariarisiko &ndash; festgelegt durch Dein Reiseziel und den genauen Zielortim jeweiligen Land, die Jahreszeit und die Dauer des Aufenthalts.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Dein Reiseprofil &ndash; genauer gesagt, Dein Alter, Vorliegen einer Schwangerschaft, k\u00fcrzliche oder vorausgegangene Erkrankungen oder Operationen. Des Weiteren flie\u00dft der Zweck der Reise in die \u00dcberlegungen mit ein: Abenteuerreisende, Missionare und freiwillige Helfer (z.B. im Friedenscorps) unterliegen einem gr\u00f6\u00dferen Risiko als Gesch\u00e4ftsreisende.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Wirksamkeit des Medikaments &ndash; basierend auf bekannten Resistenzgebieten.&nbsp;<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Deine individuelle Vertr\u00e4glichkeit des Medikaments.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Aralen (Chloroquinphosphat)<\/em>, allgemein als &bdquo;Chloroquin&ldquo; bezeichnet, wird f\u00fcr einige Gegenden als wirksames Erstbehandlungsmittel f\u00fcr Malaria betrachtet. F\u00fcr Reisende in Gebiete, in denen Plasmodium falciparum Malaria (die wohl schwerwiegendste Form) nicht vorliegt, ist Chloroquin oft das Mittel der Wahl. Leider hat die Effektivit\u00e4t des Medikaments aufgrund der gro\u00dfen Verbreitung von P. falciparum abgenommen. Bei der Behandlung wird das Medikament w\u00f6chentlich verabreicht, beginnend mindestens eine Woche vor Abreise und f\u00fcr weitere vier Wochen nach der R\u00fcckreise. H\u00e4ufige Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden und&nbsp; Kopfschmerzen, in einigen F\u00e4llen wurde auch von verschwommenem Sehen, Tinnitus (Pfeifen in den Ohren) oder Schwindel berichtet.  <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Lariam (Mefloquinhydrochlorid)<\/em>, oder &bdquo;Mefloquin&ldquo; bleibt ein beliebtes Mittel der Wahl f\u00fcr Reisende in Gebiete, in denen P. falciparum vorliegt. Der umstrittene Ruf des Medikaments aufgrund seiner Nebenwirkungen hat bei Abenteuerreisenden, die an riskanten Aktivit\u00e4ten teilnehmen und feinmotorische F\u00e4higkeiten und Koordination ben\u00f6tigen, Besorgnis ausgel\u00f6st. Wie bei allen Medikamenten m\u00fcssen Taucher, die das Medikament nicht vertragen, sich der Risiken der Medikamenteneinnahme in Verbindung mit dem Tauchen bewusst sein. Einige Taucher haben davon berichtet, dass Tauchcharterunternehmen Tauchern, diev Mefloquin einnehmen, die Teilnahme verweigern, weil dessen Nebenwirkungen schwer von den Symptomen der Dekompressionskrankheit zu unterscheiden seien. Diese Berichte wurden aber noch nicht offiziell best\u00e4tigt.<br \/>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu allgemeinen Nebenwirkungen geh\u00f6ren Schlafst\u00f6rungen, Stimmungsschwankungen, \u00dcbelkeit, Durchfall und Kopfschmerzen. Diese treten gew\u00f6hnlich in den ersten drei Wochen der Anwendung auf. Wenn man Mefloquin das erste Mal einnimmt, sollte man damit mindestens drei Wochen vor Abreise beginnen, um gen\u00fcgend Zeit zur Stabilisierung oder f\u00fcr einen m\u00f6glicherweise notwendigen Medikamentenwechsel einzur\u00e4umen. Es ist unwahrscheinlich, dass Nebenwirkungen, die in den ersten drei Wochen auftreten, sich in den sp\u00e4teren Anwendungswochen verschlimmern. <br \/>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie Chloroquin wird auch Mefloquin einmal w\u00f6chentlich eingenommen, wobei die Behandlung mindestens zwei Wochen vor Reisebeginn begonnen und vier Wochen nach der R\u00fcckkehr weitergef\u00fchrt werden muss. Es liegen einige Sicherheitsdaten in Bezug auf die Einnahme w\u00e4hrend der Schwangerschaft vor: Man geht davon aus, dass die Einnahme im zweiten und dritten Trimester der Schwangerschaft sicher ist. Viele Organisationen raten aber zur Vorsicht bei Einnahme im ersten Trimester.  <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Malarone (Atovaquon\/Proguanil)<\/em> wurde in den USA 2002 zugelassen. Seither ist es zum beliebtesten Mittel bei Urlaubern geworden, die in Gebiete mit chloroquinresistenten Malariast\u00e4mmen reisen. Zu den berichteten Nebenwirkungen z\u00e4hlen Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und Schwindel. Obwohl Berichte \u00fcber eine k\u00fcrzlich entdeckte Resistenz bei P. falciparum existieren, genie\u00dft Malarone weiterhin einen guten Ruf bei der Malariaprophylaxe. <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Plaquenil (Hydroxychloroquin)<\/em> wird seit vielen Jahren f\u00fcr die Behandlung und Unterdr\u00fcckung von Malaria verwendet. Die h\u00e4ufigsten Nebenwirkungen sind leichte \u00dcbelkeit, gelegentliche Magenkr\u00e4mpfe und&nbsp; Durchfall. <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Vibramycin (Doxycyclin)<\/em> geh\u00f6rt zu den effektivsten, in klinische Studien getesteten Medikamenten und hat eine starke Wirksamkeit gegen P. falciparum Malaria gezeigt. Sowohl als Antimalariamittel als auch als Antibiotikum kann es sich positiv auf ein geringeres Auftreten von anderen Krankheiten wie Reisediarrhoe auswirken. Aufgrund seiner Dosierungsvorschriften und Nebenwirkungen ist es f\u00fcr Taucher oft weniger ansprechend. Die h\u00e4ufigsten Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden, Lichtempfindlichkeit (Sonnenempfindlichkeit) und bei Frauen gr\u00f6\u00dfere Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Scheidenpilz. Doxycyclin wird einmal t\u00e4glich eingenommen, mindestens einen Tag vor Ankunft in der Malariazone, und sollte weitere vier Wochen nach Verlassen des Gebiets t\u00e4glich eingenommen werden. Die Einnahme wird f\u00fcr schwangere Frauen und Kinder unter acht Jahren nicht empfohlen.<\/p>\n<table width=\"562\" height=\"705\" cellspacing=\"1\" cellpadding=\"1\" border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" style=\"text-align: justify;\">ANTIMALARI A-MEDIK AMENTE<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\">Medikament<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Dosierungsintervall<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Dauer vor und nach<br \/> der Reise<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Gegen-anzeigen<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">H\u00e4ufige Nebenwirkungen<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Resistenz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\">Aralen<br \/> Chloroquinphosphat<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Einmal w\u00f6chentlich<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">2 Wochen davor<br \/> 4 Wochen danach<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Retina- oder<br \/> Gesichtsfeldver\u00e4nderungen<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Kopfschmerzen<br \/> Pruritis (Juckreiz)<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Weitverbreitete<br \/> Resistenz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\">Lariam<br \/> Mefloquinhydrochlorid<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Einmal w\u00f6chentlich<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">1 Woche davor<br \/> 4 Wochen danach<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Nicht f\u00fcr prophylaktische<br \/> Verwendung<br \/> bei Patienten mit<br \/> psychiatrischen<br \/> Erkrankungen oder<br \/> einer Vorgeschichte<br \/> von Depression oder<br \/> Kr\u00e4mpfen<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">\u00dcbelkeit \/ Erbrechen,<br \/> lebhafte Tr\u00e4ume,<br \/> Schwindel,<br \/> Stimmungsschwankungen,<br \/> Schlaflosigkeit und<br \/> Durchfall<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Resistenz scheint<br \/> selten zu sein und<br \/> ist haupts\u00e4chlich in<br \/> S\u00fcdostasien bekannt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\">Malarone<br \/> Atovaquon-<br \/> Proguanil<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">T\u00e4glich<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">1-2 Tage davor<br \/> 7 Tage danach<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Prophylaxe<br \/> bei schweren<br \/> Nierensch\u00e4den<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Magen-Darm-<br \/> Beschwerden \/<br \/> -Schmerzen<br \/> Kopfschmerzen<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\">Plaquenil<br \/> Hydroxy-chloroquin<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Einmal w\u00f6chentlich<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">2 Wochen davor<br \/> 8 Wochen danach<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Langzeitanwendung<br \/> bei Kindern.Retinaoder<br \/> Gesichtsfeldver\u00e4nderungen<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Kopfschmerzen,<br \/> Schwindel, Magen-<br \/> Darm-Beschwerden<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\">Vibramycin<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">T\u00e4glich<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">1-2 Tage davor<br \/> 4 Wochen danach<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">Sonnenbrand, Magen-<br \/> Darm-Beschwerden,<br \/> Scheidenpilz<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Wirkmechanismus von Malaria<\/strong><br \/> Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) t\u00f6tet Malaria zwischen 700.000 und 2,7 Millionen Menschen pro Jahr. Die Organisation berichtet von 300 bis 500 Millionen neuen F\u00e4llen jedes Jahr. Von den 1.000 bis 1.500 Menschen, bei denen in den USA jedes Jahr Malaria diagnostiziert wird, sind die meisten k\u00fcrzlich aus einer Malariazone zur\u00fcckgekehrt, die in einem den gesamten Globus umfassenden Bereich zwischen den Breitengraden 45&deg;N und 40&deg;S liegt. Weltweit ist Malaria die f\u00fchrende Ursache f\u00fcr Tod und Erkrankung. Malaria wird nicht durch allt\u00e4glichen zwischenmenschlichen Kontakt \u00fcbertragen. Vom Parasiten Plasmodium species verursacht, wird Malaria durch den Stich einer infizierten weiblichen Anopheles- M\u00fccke \u00fcbertragen, die zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang sticht. Bei ihrem Stich \u00fcbertr\u00e4gt die Moskitom\u00fccke Speichel und Sporozoiten (das infekti\u00f6se Stadium des Parasiten) auf ihr Opfer. Diese Sporozoiten befallen in der ersten Infektionsphase die Leber. Diese Phase wird auch als&nbsp; exoerythrozyt\u00e4re Phase bezeichnet, also die Phase vor Eindringen in den Blutstrom (exo- = au\u00dferhalb, erythrozyt\u00e4r = auf Erythrozyten oder rote Blutk\u00f6rperchen bezogen). <br \/>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Leber durchlaufen die Sporozoiten eine Inkubationsphase von einer Woche bis zu mehreren Monaten. Sie reifen zu Merozoiten (das bewegliche, infekti\u00f6se Stadium des Parasiten) heran, die von den Leberzellen freigesetzt werden. Diese Merozoiten befallen dann, in der sogenannten erythrozyt\u00e4ren Phase, die roten Blutk\u00f6rperchen. In den roten Blutk\u00f6rperchen kommt es bei den Merozoiten zur Schizogonie, also der ungeschlechtlichen Fortpflanzung durch mehrfache Abspaltung, wodurch mehrere Merozoiten entstehen. Die infizierten roten Blutk\u00f6rperchen platzen auf und setzen die neu entstandenen Merozoiten frei &ndash; ein sogenannter &bdquo;Paroxysmus&ldquo; (Folge von sich steigernden Ausbr\u00fcchen) entsteht, und in einem neuen Kreislauf werden noch mehr rote Blutk\u00f6rperchen infiziert. Dieses Aufplatzen ist f\u00fcr viele grippe\u00e4hnliche Malariasymptome verantwortlich. <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da Malaria die roten Blutk\u00f6rperchen betrifft, kann es \u00fcber die gemeinsame Verwendung von Nadeln, Bluttransfusionen oder von der Mutter auf das heranwachsende Baby \u00fcbertragen werden (dies bezieht sich auf den sich entwickelnden F\u00f6tus w\u00e4hrend der Schwangerschaft, siehe <a href=\"http:\/\/www.cdc.gov\/malaria\/\">http:\/\/www.cdc.gov\/malaria\/pregnancy.htm<\/a>). Sticht eine Moskitom\u00fccke eine bereits infizierte Person, nimmt sie die mikroskopisch kleinen Parasiten im Blut dieses Menschen auf. <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Parasit w\u00e4chst im Moskito f\u00fcr etwa eine Woche und wird dann \u00fcber den Speichel auf die n\u00e4chste gestochene Person \u00fcbertragen. Malaria-Arten Es existieren vier Spezies des Malariaparasiten, die Menschen infizieren k\u00f6nnen: Plasmodium vivax, P. ovale, P. malaria und die gef\u00e4hrlichste Plasmodium falciparum. P. falciparum hat Zyklen von 48 Stunden und betrifft das Gehirn, die Nieren und den Magen-Darm-Trakt. Da infizierte rote Blutk\u00f6rperchen dazu neigen,&nbsp; zu verklumpen, kann P. falciparum sogar die Blutgef\u00e4\u00dfe betreffen, indem sie verstopfen und die Blutversorgung zu lebenswichtigen Organen abgeschnitten wird. Wenn die Leberphase der Krankheit nicht angemessen behandelt wird, k\u00f6nnen P. vivax und P. ovale beide einen R\u00fcckfall aus einer ruhenden Leberphase verursachen. P. malariae kann viele Jahre in den Blutk\u00f6rperchen ruhen &ndash; deshalb darf man kein Blut spenden, wenn man Malaria ausgesetzt war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was tun?<\/strong><br \/> Erkundige Dich auf der CDC-Website (<a href=\"http:\/\/wwwnc.cdc.gov\/travel\/\">www.cdc.gov\/travel<\/a>) und bei der Weltgesundheitsorganisation (<a href=\"http:\/\/www.who.int\/ith\/en\/\">www.who.int\/ith<\/a>) \u00fcber die aktuellen Angaben zu Impfungen und \u00fcber landesspezifische Gesundheitsinformationen.<br \/> DAN-Mitglieder k\u00f6nnen auch die DAN Info-Line anrufen, um sich \u00fcber spezielle Gesundheitswarnungen zu informieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man tr\u00e4umt oft vom ultimativen Tauchurlaub, einer Reise um die halbe Welt zu einem hochgelobten Tauchresort, wo ein Tauchgang besser ist als der andere. 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